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Obwohl sie nicht als Favoritinnen auf die Medaillenränge an den Start gegangen waren, haben Ida Gade, Lena Kruppa und Mira Schumann als Startgemeinschaft Soltendieck-Rosche am Sonntag bei den Landesmeisterschaften Langstrecken und Langstaffeln in Molbergen eine starke Leistung gezeigt und mit dem Vizemeistertitel über 3x800 Meter überrascht. Der Tag hatte für die Athletinnen schon früh begonnen, bereits um 6.30 Uhr hatten sie sich auf den Weg nach Molbergen im Oldenburger Münsterland machen müssen. Dort traten sie im Rennen der WJ U16 an. Schon auf den ersten Metern setzte sich die favorisierte Staffel ab, Startläuferin Ida Gade (SV Rosche) verschaffte ihrer Staffel als Dritte eine gute Ausgangsposition und den Anschluss an die zweite Stafffel. Lena Kruppa (SV Rosche) ging direkt nach der Staffelübergabe mit hohem Tempo an, lief den zweiten Platz heraus und konnte diese Position bis zum nächsten Wechsel halten. Als Schlussläuferin legte auch Mira Schumann (TuS Soltendieck) ein gutes Tempo vor.

Die Siegerin war deutlich enteilt, jedoch ging es hinter der Soltendieck-Roscher Staffel in der Verfolgergruppe im Kampf um den dritten Platz ebenfalls schnell daher. Doch den zweiten Platz ließ Schumann sich nicht mehr nehmen. Die Zeit stoppte bei 7:42,21 Sekunden und Schumann überquerte ungefährdet sechs Sekunden vor den Dritten, und unter dem Jubel ihrer Teamkameradinnen, die Ziellinie. Für alle drei war es die beste Patzierung bei Landesmeisterschaften. Eine Siegerehrung im großen Rahmen rundete das tolle Erlebnis für die Nachwuchsathletinnen ab.

Im Rennen über 5000 Meter war Tanja Schulz dabei. Sie belegte in 21:33,80 Minuten den vierten Rang und blieb damit deutlich unter der geforderten Norm für die deutschen Seniorenmeisterschaften.

Landesmeisterschaften als ein seltenes sportliches Großereignis mitten in der Uelzener Innenstadt und eingebettet in den 1. AZ-Firmenlauf und zwei Schülerläufe: Die Titelkämpfe niedersächsischen und bremer Landesverbände über 10 Kilometer fanden bei bestem Wetter in einem großen Rahmen statt - mit vielen sportbegeisterten Zuschauern entlang der Strecke. Die rund 200 Teilnehmer fanden dafür viele lobende Worte, ebenso für die abwechslungsreiche, schnelle Strecke, die zu vielen Bestzeiten führte

.Eine Läuferin hatte an diesem Wettkampf besonders viel Spaß. Katharina Kulenkampf vom ausrichtendem SV Rosche. Sie rollte das Feld nach und nach auf und lief in leichtfüßiger Art in 37:38 Minuten als schnellste Frau zum Landesmeistertitel - ein Überraschungssieg, mit dem sie selbst nicht gerechnet hatte. Für Kulenkampff, die erst seit diesem Jahr für den SV Rosche startet, war es die erste Teilnahme an Meisterschaften und die vergoldete sie gleich. In ihrer Altersklasse W35 gab es dazu natürlich auch den Sieg. "Ich war am Start gar nicht so weit vorne und konnte dann nach und nach Läufer überholen, so hat das richtig Spaß gemacht", freute sie sich im Ziel. Zweite wurde Saskia Pingpank vom VfL Eintracht Hannover, auf den dritten Rang lief Lokalmatadorin Martina Boe-Lange (SV Rosche; 38:33 Minuten). Sie hatte nach anstrengenden Marathon- und Halbmarathonstarts und Fußproblemen noch um ihren Start bangen müssen. Das Erlebnis der Landesmeisterschaften vor der eigenen Haustür ließ sie sich dann aber natürlich nicht nehmen und biss auf die Zähne. Bronze bei den Frauen und Gold in der W45 waren der Lohn für ihren Kampfgeist. Gemeinsam als Mannschaft holten Kulenkampff, Boe-Lange und Joven Guevarra Mannschaftssilber für den SV Rosche.

In der U23 wurde Laura Weissert (46:22 Minuten) Dritte. Der vierte Rang sprang für Tanja Schulz in der W55 (46:17 Minuten) heraus, Joven Guevarra wurde fünfte in der W45 (45:11 Minuten), Julia Främke (45:13 Minuten) wurde 26. bei den Frauen.

Richtig schnell wurde es im Lauf der Männer und Senioren bis M45, was die Zuschauer entlang der Strecke begeisterte. Favorit Haftom Weldaj vom TSV Pattensen machte schon in der ersten Runde mit hohem Anfangstempo deutlich, dass der Sieg nur über ihn geht. "Das wird eine Zeit unter 31 Minuten", sagte der Moderator Dr. Michael Karsch aus Osnabrück schon bei der Hälfte des Renenns voraus und behielt recht. Nach 30:41 Minuten rannte der Sieger in neuer Bestzeit über die Ziellinie auf der Veerßer Straße. Dahinter hielt der U23-Sieger Yannick Reihs von Hannover Athletics lange mit und freute sich ebenfalls über eine neue Bestzeit (31:30 Minuten).

Aus Uelzener Sicht vertrat die U20-Mannschaft des SV Rosche den Landkreis achtbar. Joel Schaate als Fünfter (37:56 Minuten), Niklas Tessmann (38:16 Minuten) dicht dahinter als Siebter und Kai Kruppa auf dem zwölften Rang (43:30 Minuten) liefen zu Mannschaftssilber. Carsten Horn vom SV Rosche wurde in der Altersklasse M45 in 37:37 Minuten Siebter. Jürgen Romanski belegte in 44:05 Minuten den 13. Rang in der M50.

Den sportlichen Abschluss des Tages bildeten zwei Schülerläufe. Der Nachwuchs durfte nachmachen, was sie sich vorher bei den "Profis" abgeguckt hatten. Auch hier zeigten die jungen Ahleten des SV Rosche, was sie können und holten zahlreiche Podiumsplatzierungen und Siege.

 

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Nur zwei Wochen nach ihrem Start beim Tokushima-Marathon in Japan hat Martina Boe-Lange vom SV Rosche am Sonntag die Bronzemedaille bei den deutschen Halbmarathon-Meisterschaften in der Altersklasse W45 gewonnen. Die Meisterschaften über die 21-Kilometer-Distanz wurden wie im vergangenen Jahr im Rahmen des Hannover Marathons ausgetragen und hatten mit mehr als 10.000 Teilnehmern das mit Abstand größte Teilnehmerfeld an diesem Tag. Martina kam bei sehr warmen Temperaturen in der Mittagszeit nach 1:26:13 Stunden ins Ziel und verpasste den Silberrang um nur zwei Sekunden - war nach dem Rennen aber dennoch glücklich: "Die Zeit ist nicht besonders gut, aber nach der anstrengenden Reise und der Belastung vom Marathon bin ich zufrieden und glücklich mit der Platzierung."

Am ausgiebigsten konnten die über 2000 Marathonläufer die Sonne "genießen". Carsten Horn vom SV Rosche kam nach einer längeren Bronchitispause überraschend gut mit den Bedingungen zurecht. Sein korrigiertes Primärziel, ein weiteres Mal die 3-Stunden-Marke zu knacken, konnte er in 2:55:48 Stunden sicher realisieren, was ihm bereits zum 34. Mal gelang. Da der 47-jährige Westerweyher auf der zweiten Streckenhälfte lediglich eine Minute langsamer war, konnte er sich noch bis auf den 31. Gesamtplatz (14. Deutscher) nach vorne schieben. In der M45 reichte es immerhin zu Rang 4 von 284 Finishern. Es siegte Seboka Negussa Erre aus Äthiopien bei für ihn idealen Bedingungen in 2:09:44 Std. Schnellste Frau des Tages war die Kenianerin Agnes Jepkemboi Kiprop in 2:32:35 Std.

"Das war ein unvergessliches Ereignis und wird immer in meiner Erinnerung bleiben", ist sich die Roscher Langstreckenläuferin Martina Boe-Lange nach ihrer Rückkehr aus Japan sicher. Die Langstreckenläuferin war gemeinsam mit Andreas Kuhlen vom der LG Braunschweig vom Niedersächsischem Leichtathletikverband (NLV) zum Tokushima-Marathon mit rund 12.000 Teilnehmern eingeladen worden. Zwischen Niedersachsen und Japan, insbesondere der japanischen Provinz Tokushima, bestehen enge und vielseitige Verbindungen.

Martina hatte sich gut auf den Marathon vorbereitet und konnte zwei Wochen nach ihrem achten Gesamtsieg über 10 Kilometer beim Celler Wasa-Lauf zuversichtlich auf diesen besonderen Wettkampf blicken. Zusammen mit der Präsidentin des NLV, Rita Girschikofsky, machte sich die Delegation am Donnerstag auf die lange Reise. Nach einem über 13-stündigen Flug mit Zwischenstop in Amsterdam landeten sie in Osaka. Es folgte dann noch eine dreistündige Busfahrt zum Hotel. Begrüßt wurde die Delegation bei einem offiziellen Empfang durch den Vizegouverneur.

 

Am Freitag wurde die Marathon-Strecke mit dem Auto abgefahren, die komplett am großen Yoshino-River entlang führte. Die Läufer mussten feststellen, dass die Strecke doch sehr anspruchsvoll und mit Berlin oder Frankfurt, wo Bestzeiten möglich sind, nicht vergleichbar ist. Noch etwas müde durch den Jetlag ging es Sonntag früh zum Start. Im VIP-Bereich stießen die Atlethen auf den Marathon-Olympiasieger von 2012, Wilson Kipsang. Der Kenianer und spätere Sieger war als einer der Spitzenathleten eingeladen worden. Zusammen mit ihm wurden sie als ein besonderes Erlebnis zur Begrüßung durch den Gouverneur auf die Ehrenbühne gebeten.

Pünktlich um 9 Uhr fiel der Startschuss. Martina und Andreas Kuhlen standen am Start in der ersten Reihe und konnten sich von den schnellsten Läufern mitziehen lassen. Auf der Strecke herrschte durchgehend eine gute Stimmung durch die vielen Zuschauer. "Ungewohnt waren die Verpflegungstände. Es wurden neben Obst auch salzige Pflaumen und pures Salz angeboten", berichtet Martina.

Bei Kilometer 22 kam der Wendepunkt. Die Strecke verlief über eine Brücke und ging auf der anderen Seite wieder am Fluss zurück. Ab hier hatten alle Läufer arg zu kämpfen. Die Strecke war komplett ungeschützt, sodass die Läufer nicht nur der Sonne mit den bereits ungewohnten 20 Grad ausgesetzt waren, sondern nun auch mit dem Wind zu kämpfen hatten.

Martina kam mit einer Zeit von 3:09:01 Stunden als gesamtdritte Frau ins Ziel und Andreas Kuhlen (2:44:32 Stunden) als erster Europäer. Beide Läufer lagen deutlich über ihren Bestzeiten, waren angesichts der Umstände aber trotzdem zufrieden. Anschließend folgte eine große Siegerehrung der jeweils ersten zehn Männer und Frauen durch den Bürgermeister.
Neben den vielen Eindrücken, Präsenten und Medaillen brachten die beiden Atlethen auch einen ordentlichen Sonnenbrand mit nach Hause. Der Montag wurde noch genutzt, um das Land zu erkunden, bevor es am Dienstag früh auf die lange Rückreise von Osaka über Paris nach Hannover ging. "Die vielen schönen Gespräche, die unglaubliche Gastfreundlichkeit der liebenswürdigen Menschen, die wunderschöne Landschaft und das Essen in Japan waren ein wunderschönes Erlebnis", berichtet Martina von ihrem spannenden Marathon-Start.

Auch beim 14. Wustrower Halbmarathon am 24. März 2018 sorgte sonniges, warmes Wetter für fast optimale Bedingungen. Auch sechs Roscher Athleten haben sich ins Wendland aufgemacht und alle konnten mit Podestplatzierungen nach Hause fahren. Lena Kruppa lief die 5 km Strecke und erreichte in 22:40 Min als erste weibliche Teilnehmerin das Ziel. Für eine U16 Athletin eine super Leistung! Der 10 km Lauf war gleichzeitig die Bezirksmeisterschaft. Auf diese Distanz gingen die anderen fünf Roscher an den Start. Am erfolgreichsten war Frank Kruppa, der den Bezirkstitel in der M 50 in 43:59 Min. erreichte. Zweiter in dieser Alterklasse wurde Jürgen Romanski in 44:24 Min. Kai Kruppa wurde in der U18 zweiter in 42:34 Min. Joven Guevarra wurde in 46:30 Min. zweite in der W45 und Julia Främke erreichte den dritten Platz bei den Frauen in 46:45 Min.