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Nur zwei Wochen nach ihrem Start beim Tokushima-Marathon in Japan hat Martina Boe-Lange vom SV Rosche am Sonntag die Bronzemedaille bei den deutschen Halbmarathon-Meisterschaften in der Altersklasse W45 gewonnen. Die Meisterschaften über die 21-Kilometer-Distanz wurden wie im vergangenen Jahr im Rahmen des Hannover Marathons ausgetragen und hatten mit mehr als 10.000 Teilnehmern das mit Abstand größte Teilnehmerfeld an diesem Tag. Martina kam bei sehr warmen Temperaturen in der Mittagszeit nach 1:26:13 Stunden ins Ziel und verpasste den Silberrang um nur zwei Sekunden - war nach dem Rennen aber dennoch glücklich: "Die Zeit ist nicht besonders gut, aber nach der anstrengenden Reise und der Belastung vom Marathon bin ich zufrieden und glücklich mit der Platzierung."

Am ausgiebigsten konnten die über 2000 Marathonläufer die Sonne "genießen". Carsten Horn vom SV Rosche kam nach einer längeren Bronchitispause überraschend gut mit den Bedingungen zurecht. Sein korrigiertes Primärziel, ein weiteres Mal die 3-Stunden-Marke zu knacken, konnte er in 2:55:48 Stunden sicher realisieren, was ihm bereits zum 34. Mal gelang. Da der 47-jährige Westerweyher auf der zweiten Streckenhälfte lediglich eine Minute langsamer war, konnte er sich noch bis auf den 31. Gesamtplatz (14. Deutscher) nach vorne schieben. In der M45 reichte es immerhin zu Rang 4 von 284 Finishern. Es siegte Seboka Negussa Erre aus Äthiopien bei für ihn idealen Bedingungen in 2:09:44 Std. Schnellste Frau des Tages war die Kenianerin Agnes Jepkemboi Kiprop in 2:32:35 Std.

"Das war ein unvergessliches Ereignis und wird immer in meiner Erinnerung bleiben", ist sich die Roscher Langstreckenläuferin Martina Boe-Lange nach ihrer Rückkehr aus Japan sicher. Die Langstreckenläuferin war gemeinsam mit Andreas Kuhlen vom der LG Braunschweig vom Niedersächsischem Leichtathletikverband (NLV) zum Tokushima-Marathon mit rund 12.000 Teilnehmern eingeladen worden. Zwischen Niedersachsen und Japan, insbesondere der japanischen Provinz Tokushima, bestehen enge und vielseitige Verbindungen.

Martina hatte sich gut auf den Marathon vorbereitet und konnte zwei Wochen nach ihrem achten Gesamtsieg über 10 Kilometer beim Celler Wasa-Lauf zuversichtlich auf diesen besonderen Wettkampf blicken. Zusammen mit der Präsidentin des NLV, Rita Girschikofsky, machte sich die Delegation am Donnerstag auf die lange Reise. Nach einem über 13-stündigen Flug mit Zwischenstop in Amsterdam landeten sie in Osaka. Es folgte dann noch eine dreistündige Busfahrt zum Hotel. Begrüßt wurde die Delegation bei einem offiziellen Empfang durch den Vizegouverneur.

 

Am Freitag wurde die Marathon-Strecke mit dem Auto abgefahren, die komplett am großen Yoshino-River entlang führte. Die Läufer mussten feststellen, dass die Strecke doch sehr anspruchsvoll und mit Berlin oder Frankfurt, wo Bestzeiten möglich sind, nicht vergleichbar ist. Noch etwas müde durch den Jetlag ging es Sonntag früh zum Start. Im VIP-Bereich stießen die Atlethen auf den Marathon-Olympiasieger von 2012, Wilson Kipsang. Der Kenianer und spätere Sieger war als einer der Spitzenathleten eingeladen worden. Zusammen mit ihm wurden sie als ein besonderes Erlebnis zur Begrüßung durch den Gouverneur auf die Ehrenbühne gebeten.

Pünktlich um 9 Uhr fiel der Startschuss. Martina und Andreas Kuhlen standen am Start in der ersten Reihe und konnten sich von den schnellsten Läufern mitziehen lassen. Auf der Strecke herrschte durchgehend eine gute Stimmung durch die vielen Zuschauer. "Ungewohnt waren die Verpflegungstände. Es wurden neben Obst auch salzige Pflaumen und pures Salz angeboten", berichtet Martina.

Bei Kilometer 22 kam der Wendepunkt. Die Strecke verlief über eine Brücke und ging auf der anderen Seite wieder am Fluss zurück. Ab hier hatten alle Läufer arg zu kämpfen. Die Strecke war komplett ungeschützt, sodass die Läufer nicht nur der Sonne mit den bereits ungewohnten 20 Grad ausgesetzt waren, sondern nun auch mit dem Wind zu kämpfen hatten.

Martina kam mit einer Zeit von 3:09:01 Stunden als gesamtdritte Frau ins Ziel und Andreas Kuhlen (2:44:32 Stunden) als erster Europäer. Beide Läufer lagen deutlich über ihren Bestzeiten, waren angesichts der Umstände aber trotzdem zufrieden. Anschließend folgte eine große Siegerehrung der jeweils ersten zehn Männer und Frauen durch den Bürgermeister.
Neben den vielen Eindrücken, Präsenten und Medaillen brachten die beiden Atlethen auch einen ordentlichen Sonnenbrand mit nach Hause. Der Montag wurde noch genutzt, um das Land zu erkunden, bevor es am Dienstag früh auf die lange Rückreise von Osaka über Paris nach Hannover ging. "Die vielen schönen Gespräche, die unglaubliche Gastfreundlichkeit der liebenswürdigen Menschen, die wunderschöne Landschaft und das Essen in Japan waren ein wunderschönes Erlebnis", berichtet Martina von ihrem spannenden Marathon-Start.

Auch beim 14. Wustrower Halbmarathon am 24. März 2018 sorgte sonniges, warmes Wetter für fast optimale Bedingungen. Auch sechs Roscher Athleten haben sich ins Wendland aufgemacht und alle konnten mit Podestplatzierungen nach Hause fahren. Lena Kruppa lief die 5 km Strecke und erreichte in 22:40 Min als erste weibliche Teilnehmerin das Ziel. Für eine U16 Athletin eine super Leistung! Der 10 km Lauf war gleichzeitig die Bezirksmeisterschaft. Auf diese Distanz gingen die anderen fünf Roscher an den Start. Am erfolgreichsten war Frank Kruppa, der den Bezirkstitel in der M 50 in 43:59 Min. erreichte. Zweiter in dieser Alterklasse wurde Jürgen Romanski in 44:24 Min. Kai Kruppa wurde in der U18 zweiter in 42:34 Min. Joven Guevarra wurde in 46:30 Min. zweite in der W45 und Julia Främke erreichte den dritten Platz bei den Frauen in 46:45 Min.

Mit fünf Athleten starteten wir in die diesjährige Hallensaison. Den Anfang machte Ida Gade in der Altersklasse W15. Im 300 Meter Lauf konnte Ida trotz einer längeren Verletzungspause ihre Leistung bestätigen und erzielte mit 46,52 sec eine gute Zeit mit der sie den 12. Platz von 27 Teilnehmerinnen belegte. Und auch in ihrem zweiten Wettbewerb in Weitsprung, wusste sie zu überzeugen. Mit 4,39 Meter verpasste sie zwar um 4 cm den Endkampf, kann mit Platz 9 aber durchaus zufrieden sein. Über 800 Meter waren Lena und Kai Kruppa am Start. Und auch hier konnten beide ihre guten Trainingseindrücke in gute Zeiten umsetzen. Lena kam in 2:38,23 Minuten auf den ausgezeichneten 6. Platz. Kai lief sogar Bestzeit in 2:23,27 Minuten und lief auf Rang 11. ins Ziel.

Am 2. Tag konnte sich die U20 Athletin Laura Weissert, die sich gerade auf die Deutschen Halbmarathon Meisterschaften vorbereitet, sich im 800 m Feld der Frauen behaupten. In 2:33,75 Minuten belegte sie mit dem 12. Rang eine Platzierung im Mittelfeld. Bei den Herren ging erstmalig Jonas Gehrke in Sprintdisziplinen an den Start und musste sich übermächtiger Konkurrenz stellen. Im 60- Sprint kam er nach 8,17 sec als vierter in seinem Vorlauf ins Ziel und über 200 m reichte es in 26,50 sec nur zum 17. Platz. Aber immerhin, es war das erste Mal, dass er an einer solchen Veranstaltung teilgenommen hat.

Viele der Roscher Läufer beendeten das Laufjahr wieder mit dem traditionellen Lüchower Silvesterlauf. Die Veranstaltung konnte wider Erwarten bei trockenem Wetter stattfinden. Die Temperturen waren auch höher als zum Jahreswechsel erwartet. Daher griffen die meisten Läufer zu sommerlicher Laufkleidung. Unsere Damen konnten alle in die Top Ten laufen . Tanja Schulz erreichte als gesammtdritte in 22:15 Min. nur eine Sekunde vor Joven Guevarra das Ziel. Für beide bedeutete das den sicheren Altersklassensieg. Julia Främke kam in 23:19 als fünfte ins Ziel. Als schnellste W-14 Läuferin rundete Lena Kruppa in 24:18 als siebte das gute Mannschafts-Ergebnis ab.

Bei den männlichen Startern gab es zwar keine Spitzenplazierungen, Stefan Nickel konnte aber in guten 19:16 Min. den Altersklassensieg in der M45 erreichen. Die Jugendlichen Starter Niklas Tessmann (19:28,2. U18), Eiko Sackmann (20:35, 2. U20) und Kai Kruppa (20:53, 3. U18)  fanden sich auch im vorderen Feld wieder. Jürgen Romanski (21:01, 3. M50) , Frank Kruppa (21:34, 4. M45) und Normen Reuter (30:48, 8. M35) konnten auch mit ihrem Jahresabschluss zufrieden sein.